
200. Konzert im Grundtvighaus
26. Februar 2026Es gastiert DEREK PLAYS ERIC, ein JazzTrio
Am Samstag, 11. April 2026
Beginn: 20:00 Uhr!!!
Einlass: 19:00 Uhr
Grundtvighaus Sassnitz, Seestr. 3
Eintritt: 15 EUR, junge Leute <= 18 Jahre – frei
Besetzung:
Andreas Willers – el.-g, voice
Jan Roder – b, el.-b
Christian Marien – dr
DEREK PLAYS ERIC
Der griffige Bandname bezieht sich auf die 60er-Jahre-Gitarrenhelden Derek Bailey (im Freejazz) und Eric Clapton (im Bluesrock). Dabei dreht sich die Musik des Trios seit zehn Jahren um eine weit gefasste und spannende Rekonstruktion bekannter Stilelemente aus aktueller Sicht, die ohne Altherren-Rock-Posen ein abwechslungsreiches, gleichsam anspruchsvolles und spielerisches Live-Erlebnis bieten. Manchmal vielleicht so, wie es wohl geklungen hätte, wenn Derek und Eric gemeinsam gespielt hätten.
https://andreaswillers.de/derek-plays-eric/
Biografien
Andreas Willers
gab sein überregionales Debut im Herbst 1981 als Improvisationsmusiker mit einem Soloset auf dem Total Music Meeting in Berlin. Zur gleichen Zeit tourte er noch bis 1983 mit der Bluesband seiner Anfangsjahre durch Zentraleuropa, was den Radiomoderator und Doyen der westdeutschen Jazzkritik Werner Burkhardt seinerzeit zu dem Kommentar veranlasste: „Andreas gelingt es in seinem Spiel den Blues in seine Einzelteile zerlegt in alle Ecken des Raumes zu verteilen, ohne dabei dessen Geist zu verleugnen“.
Nach dem Studium in Nordamerika u.a. bei Joe Diorio und John Abercrombie und dem Umzug nach Berlin 1984 gilt er als einer der profilierteren Jazz- und Avantgardegitarristen Europas mit einer individuellen Stimme, der in seiner Arbeit immer sowohl vom Jazz- als auch vom Freejazz-Mainstream Abstand gehalten hat. Chris Kelsey schrieb im merikanischen Cadence Magazine: ‚Rarely does one hear a guitarist who sounds so much as if he’s listened to Eric Dolphy‘, womit wir wieder beim Thema wären….Eric, Derek who?
https://andreaswillers.de
Jan Roder
Der Bassist Jan Roder, geb. 1968, lebt nach diversen Zwischenstationen, seit 1995 in Berlin und widmet dort als einer der Protagonisten seine Zeit dem zeitgenössischen (freien) Jazz und improvisierter Musik.
Er spielt mit Alexander v. Schlippenbach, Aki Takase, Rudi Mahall, Gunter Hampel, Irene Schweizer, Ulrich Gumpert, Ernst Ludwig Petrowski, Thomas Borgmann, Peter Brötzmann, Wolfgang Puschnig, Axel Dörner, Wlli Kellers, Michael Griener, Oliver Steidle, Silke Eberhard, Tristan Honsinger, Christof Thewes, Matthias Schubert, Olaf Rupp u.v.a.
Konzerttourneen und Festivals in aller Welt.
CD Produktionen, u.a. „Jan Roder – Doublebass“, “Die Enttäuschung – Vier Halbe”, “Monk’s Casino”, “Die Dicken Finger – Argyromanie”, “Soko Steidle – Played Ellington”, “ Rennert-Roder- Schabata-Soyka – Viererlei”, „ Tama-Goldfish“, „JR3 – Happy Jazz“.
Roder ist beteiligt an Projekten wie Monks Casino, Die Enttäuschung, Soko Steidle, Squakk, Die Dicken Finger (am E-bass), Silke Eberhard Trio, Ulrich Gumpert Quartett / Workshopband, JR3 (mit Rudi Mahall und Olaf Rupp) u.v.a., tritt als Solist auf und arbeitet von Zeit zu Zeit als Studiomusiker. www.janroder.de
Christian Marien
1975 in Münster (Westf.) geboren, spielt seit seinem dreizehnten Lebensjahr Schlagzeug. Punk und Rock sind seine Wurzeln, doch schon früh fand er einen Zugang zum Jazz und Artverwandtem, studierte schließlich Jazz-Schlagzeug in Amsterdam und Berlin, wo er seit 2000 lebt. Dort machte er sich zunächst in der Jazz-Szene einen Namen, u.a. als Mitbegründer der Ensembles Olaf Ton und Stereolisa. Mehr und mehr wandte er sich der frei improvisierten Musik zu, spielte mit einer Vielzahl hochkarätiger Improvisations-Künstler (wie Frank Gratkowski, Gebhard Ullmann, Jürgen Kupke, Christian Weber und vielen anderen) und avancierte zu einem festen Bestandteil der Berliner Improvisations-und Jazz-Szene.
Über viele Jahre arbeitet er intensiv mit seinem Duo „Superimpose“ (mit Matthias Müller – Posaune) und dem Trio „The Astronomical Unit“ (mit Matthias Müller-Posaune und Clayton Thomas-Kontrabass). Mit diesen und aber auch als Mitglied zahlreicher weiterer Ensembles (Z-Country Paradise, UnbedingT, Benjamin Weidekamp Quartett, Miss Platnum, Hannes Zerbe Jazz Orchester) spielt er Konzerte in Europa und Nordamerika unter anderem beim Jazzfestival Montreux, Jazzfestival Hermannstadt, Leipziger Jazztage, Jazzfestival Rüsselsheim, Jazzfestival Frankfurt, Moers Festival und veröffentlicht CDs auf Labels wie „leo records“ und „Jazzwerkstatt“.
Sein Interesse an Genre übergreifendem künstlerischem Austausch bringt ihn zusammen mit bildenden Künstlern (Thomas Bratzke, Philip Wiegard), Schauspielern (Judith Strößenreuter) oder Tänzern (Hans-Werner Klohe, Kadir „Amigo“ Memis, Julyen Hamilton). Insbesondere mit der Performance-Gruppe „Ritsche, Zast & Marien“, die Improvisation in Musik und Malerei verbindet, bestreitet er Performances, Festivalauftritte und Ausstellungen.
https://www.christianmarien.de
DEREK PLAYS ERIC – Rezensionen
Auch auf seinem aktuellen zweiten Album Suite Of Soaps verhandelt das Berliner Trio rund um den Gitarristen Andreas Willers (Grid Mesh) erneut nichts weniger als die Grenzen zwischen Jazz, freier Improvisation und Rock, zwischen der verwunschenen Avantgarde und dem vertraut Zugänglichem auf ebenso intelligente wie emotionale Weise neu.
Eine großartige Band, die bereits ihren eigenen, unverkennbaren Sound entwickelt hat. Komplexe Strukturen, Schichtung von Rhythmusmustern, dunkle Untertöne und messerscharfe Gitarrenausbrüche sowie völliges, aber streng getimtes Chaos stehen an der Tagesordnung.
„Mr. Willers can burn with the best of them. His musical sesume is beyond extensive and varied.“
(Maurice Hogue, AAJ).
„Willkommen in der wilden Welt von Andreas Willers & Co!
Obwohl „Derek plays Eric“ eine Mischung von Einflüssen des notorisch-abstrakten britischen Avantgarde-Gitarristen Derek Bailey und dem sehr Blues-orientierten Eric Clapton nahelegt, sind hier ganz klar auch andere Kräfte am Werk… Hier wird nicht experimentiert um des Experiments willen, sondern eine faszinierende Fusion mit einer starken musikalischen Aussage vermittelt. Dies geschieht nicht aus dem Nichts, sondern wird von klar definierten Traditionslinien abgeleitet, sowohl überlieferter als auch zeitgenössischer Art, welche erkennbar einen wichtigen Teil der Erfahrungsgrundlage dieser Musiker bilden.
Andreas, ein „Young Veteran“, hat umfassend mit Deutschland’s wichtigsten Instrumentalisten und Komponisten gearbeitet und ebenso mit internationalen Stars wie Trilok Gurtu und dem großartigen Paul Bley. So hat er auch mit der unterbewerteten Saxophonistin Ingrid Laubrok zusammengearbeitet, die für mich einmal auf einem Kurzfilm-Soundtrack gespielt hat, was sie innerhalb eines Tages mit großem Ideenreichtum abschloss. Ich traf Andreas bei einem gemeinsamen Erinnerungskonzert an Jack Bruce im Jahr 2015, wo er eine Soloversion des durch die Graham Bond Organization bekannt gewordenen „Walking in the Park“ auf dem E-Bass spielte. Doch seine Arbeit als Leader und Komponist ist mir neu, eine äußerst erfreuliche Überraschung.“
Pete Brown (britischer Textdichter und Songwriting-Partner von Jack Bruce)
Tickets
Kartenreservierungen sind möglich unter 038392 57726 und reservierung@grundtvighaus-sassnitz.de.











