Detail-Ansicht

14.04.2018 - 20:00 Uhr

129. Konzert im Grundtvighaus

NACHTCAFÉ | Dirk Engelhardt (Saxophone) | Hannes Zerbe (Piano) | Heide Bartholomäus (Stimme) | Lyrik von Gottfried Benn


Samstag, 14. April 2018
Beginn 20:00 • Einlass 19:00
Grundtvighaus Sassnitz, Seestr. 3
Eintritt: € 12,- EUR, junge Leute <= 18 Jahre - für umsonst.

Das Duo Engelhardt/Zerbe besteht seit etwa 10 Jahren, beide Musikanten spielten und spielen auch in größeren Besetzungen zusammen und arbeiten mit anderen, eigenen Bands. Im Repertoire sind neben Balladen auch Improvisationen über Brecht / Eisler-Lieder.
Auch spielen Kompositionen von Hannes Zerbe eine wesentliche Rolle. Zerbe gehörte schon zu DDR-Zeiten zu den kreativsten Musikern und Komponisten dieses Genres; seine HANNES ZERBE – BLECH BAND war legendär und trat u.a. auf Festivals wie MOERS und JAZZ OST-WEST NÜRNBERG auf. In inhaltlicher Fortführung gründete er mit 16 hervorragenden Musikanten Berlins, darunter auch Dirk Engelhardt,  2011 das HANNES ZERBE JAZZ ORCHESTER, von dem bereits 3 CD´s erschienen sind; auch auf YOUTUBE zu hören.
DIRK ENGELHARDT ist seit langer Zeit eine der aktivsten Berliner Stimmen auf dem Tenorsaxophon und erfindet sich immer wieder neu zwischen Jazz, Weltmusik und Improvisation.
Zu dem Duo kommt die Schauspielerin Heide Bartholomäus, deren Zusammenarbeit mit Hannes Zerbe in verschiedenen Projekten, u.a. auch mit Material von Heiner Müller und Volker Braun, über 20 Jahre währt. Sie bringt Lyrik von Gottfried Benn in dieses Projekt ein und erweitert damit die instrumentale Musik um eine weitere Dimension.
Heide Bartholomäus war an den Staatstheatern Weimar und Cottbus fest engagiert, sie arbeitet jetzt freiberuflich, u.a. auch als Synchronsprecherin für den Film.
Im April 2016 erschien beim Kölner Label JazzHausMusik eine CD mit dem Projekt „NACHTCAFE“.

Vitae der Künstler

Heidrun Bartholomäus (Stimme)

Jahrgang 1957, Musikschule in den Fächern Klavier und Gesang, Abitur in Chemnitz (Karl-Marx-Stadt), 1977-80 Studium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin, Engagements am DNT Weimar (1980-83) und am Theater der Stadt Cottbus (1983-87) u.v.a. Rollen: Franziska Linkerhand und Iphigenie, 1988-2011 Freiberufler in Berlin: als Gast an verschiedenen Theatern, Film, Funk, viel Synchron (u.a. Jodie Foster in „Nell“, Francis Mc Dormand in „Burn After Reading“ usw.), Synchronregie, 2006 Filmpreis als beste Schauspielerin für „Komm näher“ beim Copenhagen International Film Festival (Goldener Schwan), seit 1992 sporadische Zusammenarbeit mit Hannes Zerbe (Blechband, Prokopätz, Hannes Zerbe Jazz Orchester) als Sängerin und Sprecherin, eigene Abende wie: „Köterdämmerung“ (1995) mit Hannes Zerbe und Dietrich Petzold (Violine) und „Es geht nicht um Bananen, es geht um die Wurst“ (2015) mit Hannes Zerbe und Jörg Huke (Posaune) am Staatstheater Cottbus, ab 2008 Gast am Staatstheater Cottbus u.a. als:  als Mrs. Peachum in der „Dreigroschenoper“ (Regie: Bettina Jahnke) und als „König Lear“ (Regie: Mario Holetzeck). Ab Spielzeit 2011/2012  festes Mitglied des Schauspielensembles am Staatstheater Cottbus, Rollen u.a.: Maude in „Harold und Maude“ (Regie: R. Koloc), Golde in „Anatevka“ (Regie: G. Madia), Anderthalbmetergroßmutter in „Der Laden 1. und 2. Teil“  (Regie: M. Holetzeck), Smeraldina in „Der Diener zweier Herren“ (Regie: M. Holetzeck).

Hannes Zerbe (Piano)

Hannes Zerbe studierte zunächst Elektrotechnik mit Abschluß als  Dipl.-Ing. an der TU Dresden, später Studium von Klavier an der Jazzabteilung der Musikhochschule in Dresden und Komposition an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin bei Prof. Wolfram Heicking und Prof. Paul-Heinz Dittrich. 1985-87 war er Meisterschüler für Komposition an der Akademie der Künste (Berlin-Ost) bei Paul-Heinz Dittrich.
Zerbe arbeitete mit zahlreichen Musikern der zeitgenössischen Musikszene, vor allem auch des Jazz, in Projekten und Konzerttourneen zusammen (u.a. mit  Charlie Mariano, Willem Breuker, Lauren Newton, Bernd Konrad, Klaus Koch, Gebhard Ullmann und Jürgen Kupke). 1979 gründete er die HANNES ZERBE-BLECH BAND, in der neben Jazzmusikern auch Instrumentalisten sinfonischer Orchester (Ost-)Berlins (Staatskapelle Berlin, Komische Oper Berlin und Berliner Sinfonieorchester) spielten.  In diesem17köpfigen Ensemble wurden neben eigenen Werken vor allem Kompositionen des 20.Jhdts. ( u.a. von Paul Dessau, Hanns Eisler, Kurt Weill) und entsprechende Bearbeitungen gespielt.
Seit über fünfzehn Jahren leitet er das  JAZZORCHESTER PROKOPÄTZ, eine unkonventionelle Big Band, für die er fast ausschließlich alles selbst schreibt.
2011 gründete er mit 16 hervorragenden Berliner Jazzmusikern das HANNES ZERBE JAZZ ORCHESTER. Mit dieser Band gewann er 2012 den Studiopreis des Berliner Senats; aus dieser Produktion entstand 2012 die CD „EISLERIANA“,  die im Oktober 2012 beim Kölner Label JazzHausMusik erschien und hervorragende Kritiken erhielt. 2013 erschien beim gleichen Label die CD „ERLKÖNIG“ (frei nach Goethe), bei der als Gast der Bassbariton Tobias Hagge beteiligt ist. 2017 erschien die dritte CD des Orchesters „KALKUTTA“. Hannes Zerbe komponiert für Gesang, Kammermusik, Sinfonieorchester, Hörspiel, Theater und Film. Er erarbeitete Text-Musik-Projekte (nach Bertolt Brecht, Ingeborg Bachmann, Erich Fried, Raimond Queneau, Kurt Schwitters, Volker Braun, Heiner Müller, Robert Gernhardt, Peter Hacks, Erwin Strittmatter, Erich Mühsam) in Zusammenarbeit mit Schauspielern und Sängern. Mit den verschiedenen Besetzungen und Projekten trat Hannes Zerbe auf vielen nationalen und internationalen Konzertpodien und Festivals von Petersburg bis Los Angeles auf. Er spielte zu zahlreichen Ausstellungseröffnungen bildender Künstler wie z.B. von Harald Kretzschmar, Volker Pfüller und Horst Bartnik u.a. in Berlin, Schloß Oberhausen, Potsdam, Burg Beeskow, Cottbus, Frankfurt/Oder.

Dirk Engelhardt (Tenor- und Sopransaxophon)

Klassik- und Jazz-Studium in Berlin; Unterricht bei Nick Steinhaus, Detlev Bensmann, Herbert Hart, Herb Geller, Walter Norris, Lee Konitz, Joe Lovano, Kenny Werner, Steve Lacy. Spielte auf Festivals wie Donaueschinger Musiktage, Berliner Jazzfest, Nancy Jazz Pulsations (Frankreich), Moers Jazzfestival, Jazz Nad Odra (Polen), Poznan Jazzfair (Polen), Pori (Finnland), Fetya (Frankreich), Tanger (Marokko), Presov/Martin (Slowakei), Viersen, Kigali (Ruanda), u.a.Konzerte mit Albert Mangelsdorff, Karl Berger, Uli Beckerhoff, Till Brönner, Ed Schuller, Larry Porter, Paul Imm, Alan Jones, Wolfgang Köhler; mit dem langjährigen Komponisten der Wim Wenders Filme Jürgen Knieper, mit Marianne Rosenberg „5 Tage und 5 Nächte“ und „I´m A Woman“; mit Christian Burchard und der Gruppe „Embryo“; während eines dreijährigen Aufenthaltes in Paris mit Michel Graillier, Rene Urtreger, Jean-Francois Jenny Clark, George Brown, Oliver Johnson, Stephane und Lionel Belmondo und diversen west-und ostafrikanischen und arabischen Musikern; Mitglied im Hannes Zerbe Jazz Orchester Berlin.Zahlreiche CD-Aufnahmen; u.a. eigene Produktionen:„EAST TO WEST“ - Quartett mit Ed Schuller, Jacek Pelc, Mark Lowenthal;„RADIO MARRAKESCH – Oriental Moods & Jazz“....Sextett mit Andreas Willers, Ali Kabalan, Chérif Hammiche, Ramani Krishna, Rainer Winch;“TRIORANGE“ - Trio mit Robin Draganic und Christoph Schlemmer... Afrika-Tournee in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut."


Reservierungen sind dringend zu empfehlen: Ruf 038392-57726, -57727;
e-mail: reservierung(at)grundtvighaus-sassnitz.de