Detail-Ansicht

18.03.2017 - 20:00 Uhr

113. Konzert im Grundtvighaus

"stills and stories" | Georg Greawe – piano solo – JAZZ


Samstag, 18. März 2017
Beginn 20:00 • Einlass 19:00
Grundtvighaus Sassnitz, Seestr. 3
Eintritt: € 12,- • junge Leute < 27 Jahre Eintritt frei

"stills and stories"
Georg Greawe – piano solo – JAZZ

Seit Gründung seines ersten Quintetts Mitte der 70er Jahre hat sich Georg Graewe einen Namen als Pianist, Komponist und Bandleader machen können.
Das GrubenKlangOrchester, später das GRH Trio (mit Ernst Reijseger und Gerry Hemingway), und nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit Musikern wie Anthony Braxton, Evan Parker, Roscoe Mitchell, Barry Guy, Barre Phillips, Hamid Drake, John Butcher u.v.a. hat wesentlich dazu beigetragen.
Heute ist Georg Graewe eine feste Größe auf der internationalen Improvisationsszene, außerdem komponiert er Kammermusik, Orchesterstücke, sowie Filmmusik und Opern. Neben all diesen Projekten und Aktivitäten war und ist die Solotätigkeit ein wesentlicher Aspekt seiner Arbeit. Untrennbar sind hier Komposition und Improvisation verbunden und getragen von dem Bemühen, ein Höchstmaß an spontaner Kreativität zuzulassen, ohne dabei an struktureller Klarheit zu verlieren. Georg Graewe hat als Komponist wie als Pianist schon lange seine unverwechselbare Sprache und Identität gefunden.

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Pressestimmen

"Lyrisch verspielt, hochvirtuos, klangsensibel und klar strukturiert: Der Solo-Auftritt von Georg Graewe in Ludwigshafen zeigte eindrücklich die Ausnahmestellung des Pianisten, der in zwei Tagen seinen 60. Geburtstag feiert. Graewes musikalische Sprache hat die Jazzgeschichte von Jelly Roll Morton über Bill Evans bis hin zu Fred van Hove genauso absorbiert wie die Eleganz der französischen Klaviertradition oder die lakonische Prägnanz der Zweiten Wiener Schule. Er gehöre damit "zu den stilprägenden Improvisatoren unserer Zeit", begründete die Jury des SWR Jazzpreises ihre Wahl Graewes zum SWR Jazzpreisträger 2015."
Julia Neupert im SüdwestRundfunk (SWR)


"Das Ringen um eine individuelle Sprache, eine eigene Ästhetik, die sich nicht von den Strömungen der Tradition vereinnahmen lasst. So konnte man das Werk des international so renommierten Pianisten und Komponisten  Georg Graewe umschreiben. Ein Werk, das über die Jahre hinweg so ungeheuer vielgestaltig geworden ist. Die freie Improvisation, die am Anfang stand, die Gründung des Grubenklangorchesters 1981, erste ausgeschriebene Kompositionen für Kammerorchester, schließlich mehrere Opern.
Man mag hier von Genres sprechen, von Gattungen, oder einfach nur von musikalischen Terrains, die Georg Graewe für seine Ideen, seine Ästhetikern nutzt, statt sich deren jeweiligen Ansprüchen und Formalismen zu unterwerfen. Ein musikalischer Freidenker, dessen Anliegen die unbedingte Erweiterung einer festgefahrenen Form ist und dessen Praxis zugleich von einem ausgeprägten Formbewusstsein, einem Willen zur Klarheit geleitet wird."
Harry Lachner im SüdwestRundfunk (SWR)


"Das erste Set im Haus musizierte der Pianist solo, und da zeigte sich eindrucksvoll seine musikalische Sozialisation, die zwischen Free Jazz und Neuer Musik pendelt. Die atonalen Klänge eines Schönberg hat er tief verinnerlicht. Über eine fabelhafte pianistische Technik verfügt Graewe, womit er einen quecksilbrig dahinfließenden Endlosstrom erzeugte. Atemberaubend war dabei die Präzision, mit der er die hochkomplexen und immer sublim dahin huschenden Läufe und Verflechtungen tönen ließ."
Reiner Köhl, Rhein Neckar Zeitung


"In einem solistischen Zwischenspiel machte Graewe klar, dass er zu den wichtigsten Pianisten im europäischen Jazz zählt. Der brillante Techniker ging in seinem freien Vortrag, "Fantasiestücke" genannt, assoziativ mit klanglichem Material vergangener Jahrhunderte um. "Klarheit in Konstruktion und Ausdruck" sind ihm wichtig, wenn er vor dem musikalischen Hintergrund der Klaviermusik Scarlattis, Brahms' und Schönbergs agiert. Nicht postmodernes Schielen nach Zitaten, sondern konsequentes Erkunden des Materials ist seine Sache."

Reiner Kobe, Südkurier